Das Bouldergebiet

Im Bouldergebiet Glees auf dem Gebiet der Ortschaft Wassenach wird seit den 80er Jahre geklettert. Das Gebiet zieht sich in einem Waldstück entlang eines Hangs über 2km hin. Es gibt zwei Seiten, die näher an Glees und die besser von Burgbrohl aus erreichbare. Von den mittlerweile zehn Sektoren wurden innerhalb der letzten 20 Jahre nur drei richtig frequentiert wurden. Dies dürfte zum Teil daran liegen, dass nur diese im Eifel en bloc Topo vorkamen.

Glees Karte_Parkplatz_All_small

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In Schüben wurden über die Jahre circa 150 Boulder erschlossen. In den letzten Jahrzehnten wurden noch einige alte Projekte in den bestehenden Sektoren geschlossen, jedoch fand keine weitere Erschließung insbesondere der Sektoren auf Gleeser Seite statt – dies ändert sich seit Herbst 2018 in hohem Tempo! Mittlerweile ist auch die Gleeser Seite (wieder) erschlossen und die Anzahl der Boulder wächst fast wöchentlich auf Mittlerweile über 300. Zahlreiche Linien sind bereits großartig, das Potential noch üppig.

Lage – Zustieg

Das Bouldergebiet Glees liegt vollständig auf dem Gebiet der Gemeinde Wassenach und befindet sich in der Osteifel (Rheinland Pfalz) zwischen den Ortschaften Glees und Burgbrohl. Geparkt wird standardmäßig am Boulderer-Parkplatz Wassenach – siehe mehr zum Parken weiter unten. Das Gebiet ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Nutzungsregeln des Gebiets:

tldr: Bis 19:00 Uhr zurück am Auto sein (es wird gejagt!), parkt am Boulder-Parkplatz in  Wassenach und nur entlang bzw. oberhalb der Blöcke zu und zwischen Sektoren bewegen bzw. nur feste Waldwege nutzen. Keine Kocher, Musik, Hängematten, Slacklines – generell keine „Festivalstimmung“. Kein Müll, Feuer, Zelten oder Übernachten auf den Parkplätzen.

Uhrzeiten

  • Aufhalten im Gebiet nur zwischen 09:00 und (spätestens) 19:00 Uhr – es wird regelmäßig dort gejagt ab dieser Uhrzeit
  • Seid bis spätestens 19:00 am Auto, gerne etwas früher. Absolut keine Nachtsessions!

Verhaltensregeln

Der Tiere willen: keine „Festivalstimmung“ erzeugen – generell eine gewisse Zurückhaltung an den Tag legen, insbesondere die Lautstärke betreffend.

  • Wenn ihr Müll (von egal wem) seht, nehmt ihn bitte. Hinterlasst natürlich keinen eigenen, auch kein organischen Reste.
  • Kein Geschrei und keine (lauten) Jubelorgien.
  • Absolut keine Musik.
  • Keine Kocher, Hängematten, Slacklines.
  • Kein Zelten/Übernachten auf den Parkplätzen oder gar im Wald – der Campingplatz Laacher See ist direkt nebenan. Außerdem stehen in Wassenach Ferienwohnungen zur Vermietung – eine erweiterte Liste auf Nachfrage bei uns.

Parken / Zustieg

  • Beim Kommen, Gehen und während des Aufenthalts nie quer durch den Wald laufen (Für Zustiege siehe Karte weiter unten).
  • Um Sektoren zu wechseln, primär entlang bzw. oberhalb der Blöcke laufen, teilweise die festen Waldpfade zu nutzen.
  • Primär am Boulder-Parkplatz in Wassenach parken und von Oben an die Blöcke zusteigen

Boulderer-Parplatz Wassenach

Adresse: An der Raste 2, 56653 Wassenach

Von dort erreicht ihr bequem über einen asphaltierten Weg den Wald und von dort entlang des Hangs alle Sektoren. Für Wege bzw. Abstiegspunkte zu den Sektoren vom Hang aus siehe die eingebettete Google Map bzw. die Gebietskarte hier drunter.

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Weitere Parkmöglichkeiten

Sollte es mal voll werden auf dem Hauptparkplatz, steht ein weiterer Parkplatz in der Laacher Str. 34 in Wassenach am Sportplatz zur Verfügung. Der Zustieg ist von dort mit 10 Minuten unwesentlich länger.

Der Parkplatz am Ende der Erlenstraße in Burgbrohl ist auch nutzbar. Hierbei ist aber ganz wichtig, dass aufgrund von Wildwechseln nicht direkt vom Parkplatz aus den Hang hochgegangen wird, wo sich ein Trampelpfad gebildet hat! Geht den Schotterweg geradeaus hoch in den Wald hinein und folgt den großen Forstwegen zu den Sektoren.

Dank an Anwohner, Pächter und die Gemeinde

Wir danken dem Pächter des Gebiets, sowie der Gemeinde Wassenach und deren Bürgermeister vielmals für die kulante und großzügige Regelung. Wir danken besonders einem lokalen Anwohner, der die Flächen des Boulder-Parkplatzes bereitstellt. Wir hoffen weiterhin auf auf freundliches Mit- und Nebeneinander wie bereits die letzten zwei Jahrzehnte. Tragt dazu bitte die Regeln weiter, so dass sie möglichst viele erreichen und haltet euch dran!

Gestein – Kletterei – Abtrocknen

Das Basanit genannte Gestein entstammt einem Ausbruch des Vulkans Veitskopf. Es ist dank Einschlüssen kleinen, messerscharfen Quarzes sehr rau und dadurch hautintensiv. Die Kletterei ist geprägt von Leisten an Säulen, die – mal näher, mal weiter – nebeneinanderstehend die Abbruchkante des Lavastroms bilden. Es mittlerweile über 300 erschlossene Linien. Es gibt noch viel Potential und die Weitererschließung schreitet voran.

Es ist ratsam Tuch und Bürsten dabei zu haben, um wenn nötig putzen oder trocknen zu können. Aufgrund der sonnenabseiten Ausrichtung der Blöcke trocknen insbesondere Risse und Spalten als letztes. So sind z.b. gerne mal Rissspur oder Die Eisheiligen etwas feucht. Insgesamt trocknet das Gebiet aber sehr schnell ab. Problematischer ist nach Regenfällen eher der Untergrund. Hat es stärker geregnet, sollte man das Gebiet eher meiden.

Jeder kann Gleesard werden

  • Helft Linien entmost zu halten.
  • Putzt auch mal, wo es wirklich nötig ist.
  • Malt die Blöcke nicht übertrieben mit Chalk an.
  • Erstbegeht!

Sicherung

Die Absprunggelände sind meistens gut bis sehr gut, wobei auch höhere Linien dabei sind und – seltener – unebene Landeflächen. Ein großes Crashpad und ein Spotter sind für die überwiegende Zahl der Boulder genug. Will man sich alles offen halten und es ohne Rumgeschiebe absichern, sind mindestens zwei, eher drei Pads ratsam sowie ein zweiter Spotter. Insgesamt kann man in Glees aber zu Zweit mit einem soliden Pad sehr sicher Bouldern gehen. Trotzdem bleibt es eine Betätigung auf eigene Gefahr und keine Boulderhalle nach TÜV-Normen.

Beschriftung der Boulder / Schwierigkeitsgrade

Die meisten Boulder sind mit farbigen Pfeilen markiert. Den Farben entsprechen Schwierigkeitsintervalle wie sie die untere Tabelle darstellt. Es kommt (selten) vor, dass Farbe und Schwierigkeitsgrad nicht ganz übereinstimmen. Historisch ist das unteranderem durch Ab- bzw. Aufwertungen zu begründen, die zustande kamen nachdem der Pfeil bereits angebracht war. Glees ist kein „soft“ bewertetes Gebiet. Die Ersterschließer hatte Fontainebleau gesehen und dann mit der Arbeit begonnen und wenn man man dort den Sport (kennen)lernt, ist man nicht mehr großzügig bei der Bewertung.

Gradtabelle

19 Gedanken zu “Das Bouldergebiet

  1. Hallo, zuerst mal an Peter: ein ambitioniertes Projekt, und ich hoffe noch die eine oder andere Information beitragen zu können.
    An alle: was den freiwilligen Boulderverzicht im Sommer betrifft, wir als Boulderer stehen in der Pflicht uns an die Abmachung zu halten, diese wurde gemacht, um weiterhin das Bouldern in Glees zu ermöglichen.
    Falls jemand im Sommer in Glees bouldern will bzw. sollte, ist daran nichts verwerfliches – aber falls wir in eine Situation kommen sollten, das gefragt wird, ob die Boulderer sich an den Kontext der Absprache gehalten hätten – kein Kommentar.

    Eine schöne Zeit, bis im Herbst / Wnter in Glees 🙂

  2. Danke für die viele Hilfe bis hierher, Hartwig! 🙂

    Was den Sommer betrifft, solange sich die Besuche auf Sektoren auf Seiten Burgbrohls beschränken, kommen wir in dem Fall nicht in Erklärungsnöte.

    Dies bedeutet dann aber auch, innerhalb dieser drei Monate nicht in Romani ite domum rumzuturnen! So oder so, das Wichtigste ist vernünftiges Verhalten überall im Gebiet und zu jeder Zeit. Wir nutzen alle gemeinsam dasselbe Spielzeug, dementsprechend müssen wir auch alle gemeinsam Sorge tragen, dass es nicht abhanden kommt oder kaputt geht. Leute, denen das abgeht, kann man kaum mit Appellen an dieser Stelle erreichen..

  3. Welche drei Monate sind denn das genau eigentlich? Juni-August oder Mai-Juli? Viele Grüße, Daniel

  4. Sommer meint wohl 21.6-21.9. Oder Hartwig?

  5. Die Absprache damals war von Juni – Mitte September.

  6. Guten Tag.
    Mir ist das mit dem bouldern im Sommer nicht klar.
    Heisst das, dass man in den „Sektoren Burgbrohl“ immer bouldern darf? Also auch jetzt (Juli/August 2014)?

  7. – Helft Linien entmost zu halten.
    -Bringt Bürsten in verschiedenen Härtegraden und nutzt Stahlbürsten nur bei Neuerschließungen.

    Habt Ihr eine Bürsten Empfehlung? Mit welcher Nicht-Draht-Bürste bekomme ich Moos vom Fels?

    • Moosentfernung bedeutet Erschließung/Wiedererschließung! Nimm hierfür Stahl- oder zumindest Kupferbürsten, machen wir genauso. Dem Gleeser Felsen wirst du damit nichts anhaben können.. Falls du Anschluss suchst bei der Erschließung, schick mir deine Nummer an pgrabowitz@gmx.de , wir haben da eine große Gruppe laufen mit sehr regelmäßigen Fahrten.

  8. Ich würde sehr gerne dieses Jahr den Versuch wagen, wäre das erste Mal outdoor, also habe ich großen Respekt davor. Leider ist die Topo auch im Boulderplanet schon ausverkauft. Wann kann man mit der neuen Auflage rechnen?

    • Wir sind noch nicht sicher – vermutlich drucken wir „sehr bald“ eine 3. Auflage und bringen dann erst später Version 2 raus. Neuigkeiten gibt es hier, wenn es soweit ist.

    • Ich war heute im Planeten und vier Stück gibt es dort noch. Stehen in der Vitrine links neben der Empfangstheke.

  9. Hallo zusammen, super Seite und ich freue mich schon auf meinen ersten Besuch. Gibt es eine Empfehlung wo man am besten Crashpads leihen kann?

    • Danke!
      Crashpads kann man häufiger mal in Boulderhallen mieten… oder bei Freunden – einfach mit genug anderen Leuten, die welche haben, hinfahren 😉

  10. Brauch auch dringend ne Topo, Eifelblock hat auch keine mehr?
    Kenne mich von Burgbrohl an bis Romani noch ganz gut aus, wollt mal nachfragen ob die neu erschlossenen Gebiete mit in der Topo sind ?:)

  11. I was wondering if there is a date known yet when the area will open again?

  12. Hallo zusammen,
    Ich bin mittlerweile schwer verunsichert wegen des Boulderverzichts in den Sommermonaten. Darf man das ganze Gebiet zw. Glees und Burgbrohl von Juni bis Ende August nicht betreten oder gibt es Sektoren die davon ausgenommen sind?
    Und Besten Dank noch für eure tolle Arbeit und die Erschließung. Wenn es passt würde ich euch auch gern Mal tatkräftig unterstützen.
    LG

    • Es gibt in Absprache mit Behörden und dem Pächter keinen Sommerverzicht mehr, im gesamten Gebiet. Viel wichtiger ist die Beachtung der Zeiten, zu denen man in den Wald darf: 09:00 – 19:00

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