Bouldergebiet Glees

In Glees wird seit circa Anfang der 80er Jahre geklettert. Das Gebiet zieht sich in einem Waldstück entlang eines Hangs über 2km hin. Es gibt neun Sektoren, von denen innerhalb der letzten Jahre aber nur drei richtig frequentiert wurden. Dies dürfte zum Teil daran liegen, dass nur diese im Eifel en bloc Topo vorkamen.

In Schüben wurden über die Jahre bisher circa 150 Boulder erschlossen. In den letzten Jahren wurden noch einige alte Projekte in den bestehenden Sektoren geschlossen, jedoch fand keine weitere Erschließung insbesondere der Sektoren auf Gleeser Seite statt – jedenfalls keine, die publik gemacht wurde. Das Gebiet hält noch großes Potential bereit. Neben so Einigem im Burgbrohler Bereich der derzeit frequentierten Sektoren, gibt es genug unerschlossene, sowie nur Wenigen bekannte Blöcke um die Gesamtzahl der lohnenden Boulder zu verdoppeln.

Lage – Zustieg

Das Bouldergebiet Glees befindet sich in der Osteifel (Rheinland Pfalz) zwischen den Ortschaften Glees und Burgbrohl. Die Zieladresse ist der Parkplatz am Ende der Erlenstraße 114 in 56659 Burgbrohl. Es ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Der Zustieg vom Parkplatz verläuft über einen Waldpfad und dauert je nach Sektor zwischen 10 und 30 Minuten. Bitte steigt aus Rücksicht auf Anwohner und Pächter nicht quer durch den Wald auf, sondern nutzt die Wege. Ihr tut euch damit auch selbst einen Gefallen: der Pfad ist deutlich gemütlicher begehbar, nimmt dadurch nicht mehr Zeit in Anspruch und insbesondere nach Regen lauern gerne Zecken im Gestrüpp, die aber insgesamt in Glees keine Plage darstellen wie in manch anderem Gebiet der Eifel.

Gestein – Kletterei

Das Basanit genannte Gestein entstammt einem Ausbruch des Vulkans Veitskopf. Es ist sehr rauh und dadurch hautintensiv. Die Kletterei ist geprägt von kleinen Leisten an Säulen, die – mal näher, mal weiter – nebeneinanderstehend die Abbruchkante des Lavastroms bilden. Derzeit gibt es circa 150 erschlossene Linien, zählt man Sitz- bzw. Stehstart separat und rechnet einige (lohnende) definierte Boulder hinzu, kommt man auf annähernd 200 Probleme. Es gibt noch viel Potential, selbst in den populärsten Sektoren. Die Konsolidierung und Weiterentwicklung von Glees ist eines der Ziele, die ich mit dieser Seite unterstützen will.

Putzen – Neuerschließung

Es ist ratsam Tuch und Bürsten in unterschiedlichen Härtegraden dabei zu haben, um wenn nötig putzen oder trocknen zu können. Draht-, insbesondere Stahlbürsten sollten nur bei Neuerschließungen und auch dann nur als letzte Waffe zum Einsatz kommen.

Aufgrund der sonnenabseiten Ausrichtung der Blöcke trocknen insbesondere Risse und Spalten als letztes. So sind z.b. gerne mal Rissspur oder Die Eisheiligen etwas feucht. Glees ist durchaus ein vollwertiges Bouldergebiet, nicht aber groß und frequentiert genug, als dass nicht mal auf einem weniger populären oder abseitigerem Boulder Moos ansetzen würde.

Sicherung

Die Absprunggelände sind meistens gut bis sehr gut, wobei auch einige höhere Linien dabei sind und/oder unebene Landeflächen. Ein großes Crashpad und ein Spotter sind für die überwiegende Zahl der Boulder genug. Will man sich alles offen halten und es ohne Rumgeschiebe absichern, sind mindestens zwei, eher drei Pads ratsam sowie ein zweiter Spotter. Insgesamt kann man in Glees aber zu Zweit mit einem soliden Pad sicher Bouldern gehen.

Jeder kann Gleesard werden

  • Helft Linien entmost zu halten.
  • Bringt Bürsten in verschiedenen Härtegraden und nutzt Stahlbürsten nur bei Neuerschließungen.
  • Putzt auch mal, wo es wirklich nötig ist. (z.B. Dynamosaurus Rex)
  • Spart mit Chalk! Die Luftfeuchtigkeit ist zumeist sehr niedrig.
  • Erstbegeht! (z.B. Lichtung) Linie (schonend) freimachen, klettern, benennen und Info an mich.

Beschriftung der Boulder / Schwierigkeitsgrade

Zahlreiche der Boulder sind mit farbigen Pfeilen markiert. Den Farben entsprechen Schwierigkeitsintervalle wie sie die untere Tabelle darstellt. Es kommt vor, dass Farbe und Schwierigkeitsgrad nicht ganz übereinstimmen. Historisch ist das unteranderem durch Ab- bzw. Aufwertungen zu begründen, die zustande kamen nachdem der Pfeil bereits angebracht war.

Gradtabelle

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7 Gedanken zu “Bouldergebiet Glees

  1. Hallo, zuerst mal an Peter: ein ambitioniertes Projekt, und ich hoffe noch die eine oder andere Information beitragen zu können.
    An alle: was den freiwilligen Boulderverzicht im Sommer betrifft, wir als Boulderer stehen in der Pflicht uns an die Abmachung zu halten, diese wurde gemacht, um weiterhin das Bouldern in Glees zu ermöglichen.
    Falls jemand im Sommer in Glees bouldern will bzw. sollte, ist daran nichts verwerfliches – aber falls wir in eine Situation kommen sollten, das gefragt wird, ob die Boulderer sich an den Kontext der Absprache gehalten hätten – kein Kommentar.

    Eine schöne Zeit, bis im Herbst / Wnter in Glees 🙂

  2. Danke für die viele Hilfe bis hierher, Hartwig! 🙂

    Was den Sommer betrifft, solange sich die Besuche auf Sektoren auf Seiten Burgbrohls beschränken, kommen wir in dem Fall nicht in Erklärungsnöte.

    Dies bedeutet dann aber auch, innerhalb dieser drei Monate nicht in Romani ite domum rumzuturnen! So oder so, das Wichtigste ist vernünftiges Verhalten überall im Gebiet und zu jeder Zeit. Wir nutzen alle gemeinsam dasselbe Spielzeug, dementsprechend müssen wir auch alle gemeinsam Sorge tragen, dass es nicht abhanden kommt oder kaputt geht. Leute, denen das abgeht, kann man kaum mit Appellen an dieser Stelle erreichen..

  3. Welche drei Monate sind denn das genau eigentlich? Juni-August oder Mai-Juli? Viele Grüße, Daniel

  4. Sommer meint wohl 21.6-21.9. Oder Hartwig?

  5. Die Absprache damals war von Juni – Mitte September.

  6. Guten Tag.
    Mir ist das mit dem bouldern im Sommer nicht klar.
    Heisst das, dass man in den „Sektoren Burgbrohl“ immer bouldern darf? Also auch jetzt (Juli/August 2014)?

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